|
Juni Mitte oder Ende Juni beginnt hier die Heuernte, die den Bauern viel Arbeit bringt, obwohl heute mit neuen Maschinen und der Silage manches leichter geworden ist. Auf der hohen Rhön wird aber auch
heute noch mehrere Tage lang mit der Handsense gemäht. Dabei singen die Rhönmäher ein neunstrofiges Lied nach einer alten Kirchenmelodie, dessen erste Strofen lauten: 1."O ihr Mähder all auf Erden,
das sind heuer viel Beschwerden. Darum bittet Gott allzeit, dass die Sens' im Zirkel bleibt! 2. Früh noch eh die Sonn' sich zeiget, flugs man aus dem Zelte steiget, haut und mäht den ganzen Tag. Das ist
wahrlich eine Plag." Dazu der Kehrreim: "Höret gnädig unsre Bitten: Wollet uns viel Fleisch raufschicken, Käsebrot und Branntewein! Lasst das Gras beim Teufel sein!" Auch Frauen und Kinder
waren - und sind häufig noch - bei der Heuernte voll in die Arbeit mit eingebunden.
|